Der Mensch lernt sein gesamtes Leben lang, an verschiedenen Orten auf unterschiedliche Weise: alleine oder in Gruppen, mit oder ohne formalen Abschluss, bewusst und unbewusst.
Lebenslanges Lernen
Das Konzept Der Begriff „Lebenslanges Lernen“ begegnet uns immer häufiger. Was verbirgt sich dahinter?
Die Strategie für Lebenslanges Lernen der Bundesrepublik Deutschland aus dem Jahre 2004 legt folgende Definition zu Grunde:
„Lebenslanges Lernen umfasst alles formale, nicht-formale und informelles Lernen an verschiedenen Lernorten von der frühen Kindheit bis einschließlich der Phase des Ruhestandes. Dabei wird ‚Lernen’ verstanden als konstruktives Verarbeiten von Informationen und Erfahrungen zu Kenntnissen, Einsichten und Kompetenzen.“
(Strategie für Lebenslanges Lernen in der Bundesrepublik Deutschland, BLK Heft 115, 2004:13)
Die drei Formen des Lernens werden nach bestimmten Merkmalen – wie Lernort, Art des Abschlusses und der Lernform unterschieden.
Kontakt
Ansprechpartner:
Dr. Jochen Gollbach
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
Amt für Bürgerdienste
Alice-Salomon-Platz 3
12627 Berlin
Formales Lernen Unter formalem Lernen versteht man ein zielgerichtetes, strukturiertes Lernen, das vom Lernenden beabsichtigt ist. Dieses Lernen findet in Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, wie Schule, Berufsschule, Universität etc. statt. Es führt zu anerkannten Abschlüssen und Qualifikationen.
(Memorandum zum Lebenslangen Lernen der EU vom 30.12.2000, SEK (2000) 1832)
Nicht – formales Lernen Das nicht-formale Lernen ist ebenso wie das formale Lernen beabsichtigt, zielgerichtet und strukturiert.
Jedoch findet das nicht-formale Lernen außerhalb der Hauptsysteme der allgemeinen und beruflichen Bildung statt und führt nicht unbedingt zum Erwerb eines formalen Abschlusses. Viele Lernangebote von beispielsweise Volkshochschulen, Vereinen aber auch innerbetriebliche Fortbildungen gehören in diesen Bereich.
(Memorandum zum Lebenslangen Lernen der EU vom 30.12.2000, SEK (2000) 1832)
Informelles Lernen Das informelle Lernen ist eine natürliche Begleiterscheinung des täglichen Lebens. Jeden Tag und überall lernen wir etwas, ohne dass wir es beabsichtigen. Deshalb wird es auch von den Lernenden selbst unter Umständen gar nicht als Erweiterung ihres Wissens und ihrer Fähigkeiten wahrgenommen.
Wie und wo wir informell lernen, kann man nicht klar beschreiben. Ein möglicher Bereich sind Beratungen, in denen die Ratsuchenden Informationen, Orientierung und Ratschläge zur ihrem Anliegen bekommen.
(Memorandum zum Lebenslangen Lernen der EU vom 30.12.2000, SEK (2000) 1832)
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